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Referent(en)

StB RA FAStR Dipl.-FW (FH) Nico Schley

Veranstaltungsdatum

Dienstag, 18.02.2020
09:30 - 13:00 Uhr

Veranstaltungsort

Schulungszentrum der Akademie
Von-der-Wettern-Str. 17
51149 Köln

Teilnehmergebühr

190,00 EUR
Mitglieder des Steuerberater-Verbandes e.V. Köln und ihre nicht berufsangehörigen Mitarbeiter

140,00 EUR
Mitglieder des Steuerberater-Verbandes e.V. Köln, die nach dem 01.01.2018 zugelassen wurden

Thema:

Die Immobilien-GmbH - Gestaltungspotentiale erkennen und nutzen

Einführung:

Zusatztermin aufgrund hoher Nachfrage

Wohl jeder Steuerberater hat Mandanten, die über ein mehr oder weniger umfangreiches Immobilienvermögen verfügen. Zumeist werden die Immobilien im Laufe der Jahre sukzessive erworbenen und schlicht als Einzelobjekte im Privatvermögen gehalten.

Das Seminar soll zeigen, welche vorteilhaften Gestaltungsmöglichkeiten sich bieten, wenn Immobilienvermögen in einer GmbH zusammengefasst wird. Ein besonderer Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Darstellung von steuerartübergreifenden Gestaltungsmöglichkeiten (insbesondere ESt/KSt/GewSt, GrESt und ErbSt). Hierbei werden auch die jeweiligen Vor- und Nachteile der Immobilien-GmbH gegenüber vermögensverwaltenden oder gewerblich geprägten Personengesellschaften näher dargestellt: Durch Inanspruchnahme der erweiterten gewerbesteuerlichen Kürzung können laufende Mieteinkünfte und Veräußerungsgewinne „gewerbesteuerfrei“ vereinnahmt werden, so dass die Gesamtsteuerbelastung der Immobilien-GmbH bei knapp 16% liegt. Durch eine Holding-Struktur kann die Steuerbelastung für Veräußerungsgewinne auf unter 2% gesenkt werden. Im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge können verschiedene Möglichkeiten genutzt werden, um die Anteile an der Immobilien-GmbH ohne Anfall von Erbschaft- und Schenkungsteuer auf die nachfolgende Generation zu übertragen. Im Bereich der Grunderwerbsteuer lassen sich Steuerbelastungen durch entsprechende Gestaltungen vermeiden oder zumindest verringern. In diesem Zusammenhang werden auch die geplanten Änderungen des GewStG zur Einschränkung von „Share Deals“ in den Grundzügen dargestellt.

Eine ausführliche Arbeitsunterlage ist obligatorisch. Der Seminarinhalt wird selbstverständlich an die aktuellen Entwicklungen angepasst.

Themenübersicht:

  1. Abgrenzung Immobilien-GmbH <> vermögensverwaltende und gewerblich geprägte Personengesellschaft
    • Betriebsvermögen/Steuerverstrickung <> Privatvermögen/10-jährige „Spekulationsfrist“ nach § 23 EStG
    • Bruchteilsbetrachtung
    • AfA-Bemessungsgrundlage / AfA-Sätze
    • § 6b EStG
    • Steuerbelastungsvergleich
    • Steuervergünstigungen nach dem GrEStG (§§ 3, 5 und 6 GrEStG)
    • Steuervergünstigungen nach dem ErbStG (§§ 13 Abs. 1 Nr. 4a/b/c, 13a/b und § 13d ErbStG)
  2. Ertragsteuerliche Gestaltungsmöglichkeiten
    • „Gewerbesteuerfreiheit“ durch Inanspruchnahme der erweiterten gewerbesteuerlichen Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG
    • Voraussetzungen und Fallstricke der erweiterten Kürzung, aktuelle Entscheidungen des BFH
    • Abgrenzung Vermögensverwaltung <> Gewerbebetrieb (insbesondere gewerblicher Grundstückshandel und Betriebsaufspaltung)
    • Schaffung von zusätzlichem AfA-Volumen („AfA-Step-Up“)
    • Inanspruchnahme von § 8b KStG bei Holding-Strukturen
  3. Grunderwerbsteuerliche Optimierung
    • Grunderwerbsteueroptimierung beim Kauf/Verkauf der Immobilien bzw. der Geschäftsanteile
    • Exkurs: Geplante Reform der Grunderwerbsteuer zur Einschränkung von „Share Deals“
    • Exkurs: Aktuelle Entscheidungen des BFH zur Konzernklausel (§ 6a GrEStG)
  4. Steueroptimierte vorweggenommene Erbfolge
    • Immobilien im ErbStG: schädliches Verwaltungsvermögen <> begünstigtes Betriebsvermögen
    • Nutzung von Steuervorteilen für Wohnungsunternehmen
    • Nießbrauchsgestaltungen

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