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Grunderwerbsteuer bei Share Deals und Umwandlungen

Die grunderwerbsteuerliche Behandlung von Share Deals und Umwandlungsvorgängen gehört wohl zu den komplexesten und haftungsträchtigsten Bereichen in der Steuer- und Transaktionspraxis. Nicht (ordnungsgemäß) angezeigte Anteilsübertragungen, unbedachte Veränderungen in der Beteiligungskette oder die „falsche“ Übertragungsrichtung können sehr schnell erhebliche grunderwerbsteuerliche Belastungen zur Folge haben. Hinzu kommen zahlreiche aktuelle Entwicklungen in der Rechtsprechung und Gesetzgebung sowie neue (und verschärfte) Prüfansätze der Finanzverwaltung, die selbst erfahrene Berater vor große Herausforderungen stellen.

Im Seminar soll Ihnen daher der rechtssichere Umgang mit den steuerauslösenden Erwerbstatbeständen (insbesondere § 1 Abs. 2a ff. GrEStG) sowie die Reichweite der Steuervergünstigungen (insbesondere §§ 5, 6 und 6a GrEStG) vermittelt werden. Überdies erhalten Sie wertvolle Hinweise zu Gestaltungsansätzen und zur Vermeidung von klassischen Fallstricken.

Überdies werden die erheblichen praktischen Auswirkungen der zum 3.7.2026 in Kraft getretenen Änderungen des GrEStG durch das „9. StBerÄndG“ näher dargestellt (u.a. dauerhafte Fortgeltung der §§ 5, 6 und 7 Abs. 2 GrEStG, Lösung der „Signing-Closing-Problematik“, Erleichterungen bei den Anzeigepflichten).
Themenübersicht

1.    Darstellung und Reichweite der Ergänzungstatbestände § 1 Abs. 2a, 2b, 3 und 3a GrEStG beim Immobilien-Share-Deal
Unmittelbare und mittelbare Veränderungen im Gesellschafterbestand | Steuerbarkeit der Verlängerung oder Verkürzung einer Beteiligungskette | Paradigmenwechsel durch die „Umkehr des Besteuerungsvorrangs“: Auswirkungen der zum 3.7.2026 in Kraft getretenen Änderungen des GrEStG durch das „Neunte Gesetz zur Änderung von Vorschriften im Steuerberatungsrecht sowie im Steuerrecht“ (9. StBerÄndG)
2.    Grunderwerbsteuer bei Umwandlungen und Umstrukturierungen
Verschmelzung, Spaltung, Formwechsel, Anwachsung & Co. im Lichte der GrESt | Inanspruchnahme der Steuervergünstigungen §§ 5, 6 und 6a GrEStG | Aktuelle Entwicklungen und Gestaltungsmöglichkeiten bei der Konzernklausel (§ 6a GrEStG)
3.    Auswirkungen der EuGH-Entscheidung v. 4.6.2026 (C-837/24, Nova Iberomoldes) auf nationale Umstrukturierungen: Sind die Ergänzungstatbestände § 1 Abs. 2a ff. GrEStG europarechtswidrig?